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4 Einsteiger-Marketing-Tipps für Online-Händler

Geschrieben von Stefano Viani | am 8.02.16 um 12:29 Uhr

Ihr Shop ist fertiggestellt und online gegangen. Gerade in den ersten Monaten ist es wichtig, potentielle Kunden zum Besuch und bestenfalls zum Kauf zu animieren. Gutes Online-Marketing muss dabei aber nicht kostspielig sein. Sie und Ihre Mitarbeiter können sich auch selbst darum kümmern, sofern es Ihr Zeit-Budget zulässt. Dass die ersten Schritte nicht kompliziert sind, zeigen unsere Tipps für Einsteiger.

1) Content Marketing

Für Suchmaschinen wie Google & Co. ist Ihre Website nicht automatisch sichtbar. Erst durch externe Verlinkungen auf Ihre Website und durch die suchmaschinen-optimierte Gestaltung der Texte werden Sie auffindbar. Stellen Sie also sicher, dass Ihr Shop ausreichend mit anderen Seiten verlinkt ist und Ihr Inhalt den Kriterien von Suchmaschinen entspricht, damit Ihre Website einen positiven PageRank erhält. Und das geht so:

  • Nutzen Sie fremde Webseiten, Foren und soziale Medien (z.B. Facebook, Pinterest, Twitter) und posten Sie sinnvolle Kommentare mit Links zu Ihrem Shop. Wichtig ist, dass sich die Inhalte Ihrer Posts auf Ihre Produkte beziehen und auch die verlinkenden Seiten thematisch zu Ihrem Shop passen.
  • Fügen Sie Social-Sharing-Buttons für Twitter und Facebook auf Ihrer Seite ein. So können Besucher Ihre Website-Inhalte und Produktinformationen ganz einfach mit Freunden teilen und Sie erlangen wertvolle Verlinkungen und mehr Sichtbarkeit.
  • Recherchieren Sie für Ihre Produkte die wichtigsten Suchbegriffe (Keywords). Beachten Sie dabei die Sprache Ihrer Kunden. Häufig suchen Interessenten nicht nach Fachbegriffen, sondern nach allgemeineren Bezeichnungen. Bringen Sie diese auf Ihrer Website unter, um von Ihrer Zielgruppe gefunden zu werden.
  • Suchmaschinen lieben Text. Schreiben Sie mindestens 300 Wörter pro Seite und lassen Sie Ihre recherchierten Keywords sowie Synonyme einfließen, um bestmöglich von Google & Co. indexiert zu werden. Vor allem für die Startseite und wichtige Kategorieseiten sollten Sie ansprechende und detaillierte Texte erstellen. Verfassen Sie auch für die Topseller aktivierende Produktbeschreibungen.

2) E-Mail-Marketing

Sobald Sie die ersten Kunden gewonnen haben, sollten Sie diese regelmäßig ermuntern, Ihren Shop wieder aufzusuchen. Animieren Sie auch dazu, Freunde und Bekannte zum Besuch Ihrer Shopseiten einzuladen. Die kostengünstigste Methode hierfür ist E-Mail-Marketing.

  • So früh wie möglich sollten Sie hierfür einen professionellen Newsletter-Service in Anspruch nehmen, wie zum Beispiel Campaign Monitor, Clever Reach oder newsletter2go. Alle Services bieten ansprechende Newsletter-Vorlagen, ausgereifte Erfolgskontrollen und hilfreiche Werkzeuge.

  • Publizieren Sie attraktive Sonderangebote im Wechsel mit Inhalten, die für Ihre Kunden hilfreich sind. Geben Sie Ihren Kunden das Gefühl, dass Sie keinen Ihrer Newsletter verpassen sollten. Setzen Sie zeitlich befristete Gutscheine ein und belohnen Sie so Ihre Kunden, wenn Sie wieder bei Ihnen einkaufen.

3) Pay-per-Click-Werbung

Online-Werbung ist eine gute Möglichkeit, passgenauen Traffic auf Ihrer Seite zu erzeugen – aber auch, sehr schnell viel Geld auszugeben. Mit unseren Einsteiger-Tipps zeigen wir Ihnen, wie Sie Online-Werbung nutzen können, ohne Ihre Konten zu überziehen:

  • Wenn Ihre Produkte sehr spezifisch sind und dadurch einfach online gesucht werden können, dann bietet Google AdWords Ihnen gute Startmöglichkeiten.
  • Wenn Sie zwar eher gewöhnliche Produkte vertreiben, diese sich aber an eine spezielle Interessengruppe richten, sollten Sie mit Facebook Ads beginnen.
  • Starten Sie mit einem geringen täglichen Budget, beobachten Sie, welche Anzeigentexte und -formate die größten Erfolge bringen, und passen Sie Ihre Werbe-Maßnahmen entsprechend an.
  • Nutzen Sie Conversion Tracking, um das Verhältnis zwischen Investitionen und Werbeerfolg im Blick zu behalten.

4) Soziale Netzwerke

Es gibt viele Gründe, warum die sozialen Netzwerke ein effektives Mittel für den Verkauf von Produkten sind. Die Kosten halten sich in Grenzen und die zahllosen User helfen dabei, schnell eine große Community für Ihren Shop zu etablieren. Allerdings erweitert sich das Social-Media-Angebot ständig und die Marketing-Möglichkeiten erscheinen überwältigend. Lassen Sie sich nicht verwirren, Sie müssen nicht überall zur selben Zeit sein. Sichten Sie in Ruhe die Potenziale verschiedener Netzwerke und finden Sie heraus, welche Plattform sich am besten für Ihre Produkte eignet.

  • Facebook – ein Muss! Hier genießen Ihre Posts die größte potentielle Reichweite. Außerdem bietet die Plattform einfach zu bedienende Marketing- und Tracking-Tools. Wir empfehlen Händlern daher dringend, eine Facebook Business Seite einzurichten.
  • Twitter: Sofern Sie Zeit und Inhalte haben, regelmäßig und konsequent Tweets zu senden, dann können Sie auch diese Plattform nutzen, um sich bekannt zu machen.
  • Instagram und Pinterest eignen sich besonders gut, wenn Ihre Produkte eine hohe visuelle Kraft haben. Wenn Sie also beispielsweise Kleidung oder ungewöhnliche Gegenstände verkaufen, deren optische Wirkung entscheidend ist, so lassen sich diese Plattformen sehr gut nutzen, um das Interesse potentieller Kunden zu wecken und diese zu binden.
  • LinkedIn ist eine ideale Plattform, um Produkte und Dienstleistungen zu vermarkten, die für bestimmte Geschäftsbereiche oder Personenkreise von Interesse sind.

Schon mithilfe dieser wenigen Handgriffe können Sie also effizient und zielgerichtet Ihren Kundenstamm erweitern und halten – und sind damit Ihrem Ziel eines erfolgreichen Online-Shops schon einen großen Schritt näher gekommen. Geben Sie daher zunächst diesen einfachen Maßnahmen eine Chance, bevor Sie weitere spezielle Marketing-Möglichkeiten entdecken.

In diesem Sinne: Bleiben Sie mutig, umtriebig und neugierig!